Meine tolle Zeit in Neuseeland

Sprachaufenthalt und Praktikum in Neuseeland

in Neuseeland

Für neun Monate wurde Neuseeland mein anderes zu Hause. Vier Wochen Englischschule, sechseinhalb Monate Farmerleben und sechs Wochen Reisen machten mir das andere Ende der Welt zu einem Stück Heimat. Mit gemischten Gefühlen von Angst und Freude betrat ich am 27. März 2010 die Nordinsel Neuseelands. Nach vier Wochen Englischkurs im Gebiet Coromendel und ein paar Wörtern mehr im Rucksack, wechselte ich auf die Südinsel. In Hanmer Springs machte ich einen kurzen Zwischenstopp auf einer Schaffarm, wo ich hauptsächlich im Haushalt mithalf. Bevor ich dann in Culverden, zirka 100 km von Christchurch entfernt, auf einer 580 ha grossen Farm mit 1500 Kühen landete... bei sehr ungewohnten Dimensionen...

Die Arbeiten auf der Farm

Inzwischen war es Winter gewor - den. Die Kühe wurden nicht mehr gemolken. Meine Arbeiten waren vor allem im Haushalt und in der Kinderbetreuung. Umso mehr freute ich mich, als im August die Kälbersaison startete. Nun war wirklich etwas los. Zusammen mit zwei Neuseeländergirls wurde für zwei Monate das Tränken und Füttern von Kälbern die Hauptaufgabe von mir. Dies brauchte sehr viel Geduld und teilweise Nerven! Es gab Tage, in denen bis zu 40 neue Kälber geboren wurden. Bei der Arbeit auf der Farm durfte ich immer wieder Neues lernen, wie zum Beispiel Töff fahren, um die Kühe einzutreiben. Das Melken war für mich eine weitere Herausforderung. Anfänglich melkten wir noch zu Dritt. Mit der Zeit musste ich am Morgen zirka 500 Kühe in einem 80er Karussel alleine melken. Mir machte diese Arbeit viel Spass... abgesehen vom anschliessenden Putzen!

Eine andere Sprache

Ich hatte viel Glück. Meine Arbeitskollegen, die aus verschiedensten Ländern kamen, und das Chefpaar hatten viel Geduld, vor allem was die Sprache betrifft. Es war nicht immer ganz einfach, sich richtig zu verstehen, aber es gibt immer einen Weg zu kommunizieren. Wir haben viel Schönes zusammen erlebt. Die vielen Ausflüge ins Pub mit dem obligaten «Jim Beam», BBQ’s oder Pokerabende werden unvergesslich bleiben. Der Sommer zog ein und somit hiess es für mich, Abschied von der Farm und der Familie zu nehmen.

Neuseeland

Zusammen mit meinem Freund Simon machte ich mich auf den Weg, Neuseeland zu entdecken. Auf unserer Reise entdeckten wir eine abwechslungsreiche Natur. Über Wanderungen im Vulkangebiet, Bestaunen von Gletschern, fahrt im Urwald, Wegsuche in der Stadt, Schafe zählen, Weihnachten Feiern im Sommer, Regen, Wind und Sonne war alles mit dabei. Wir durften sechs spannende Wochen erleben, wobei wir nie so genau wussten, wo wir am Abend sein würden.

Toller Entscheid

Meine gemischten Gefühle vom Anfang haben sich in viele positive Energien und Eindrücke umgewandelt. Ich bin glücklich, dass ich mich gewagt habe, allein die andere Seite der Welt ein Stückweit zu entdecken. Die Begegnungen mit spannenden Menschen, Stolpersteinen und Neuseeland haben mich persönlich weitergebracht.

Monika Lussi